Chancen & Herausforderungen der Hybriden Arbeitswelt - Ist Dein Unternehmen bereit dafür?

28.10.2022

Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt grundlegend verändert. Heute müssen sich Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeitende auf eine neue Form der Zusammenarbeit einstellen.

New Work bedeutet somit eine Kombination aus Remote Work und der Arbeit im Büro. Alle Mitglieder des Teams in den neuen Prozess einer gut funktionierenden Zusammenarbeit mit einzubeziehen, ist eine Herausforderung für Unternehmen in der heutigen Zeit. Eine Checkliste soll helfen, diese Herausforderung mit Bravour zu meistern.

Der Wandel ist branchenübergreifend im Gange. Es wird Mitarbeiter*innen geben, die im Home-Office arbeiten und andere, die lieber im Büro vor Ort ihrer Arbeit nachgehen. Fakt ist aber, dass das Hybrid Work Arbeitsmodell in Zukunft die Regel sein wird.

Die Menschen haben sich und ihre Arbeitsweisen unter anderem durch die Maßnahmen der Covid-19-Pandemie verändert und den geänderten Bedingungen und Anforderungen angepasst. Heute erwarten sie, dass auch das Unternehmen, für das sie tätig sind auf ihre Bedürfnisse eingeht.

Chancen & Herausforderungen

Teamarbeit                                                    

Die Herausforderung bei der Teamarbeit im Rahmen der Remote-Arbeit liegt neben den Schwierigkeiten bei der Kommunikation über technische Lösungen auch in der Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen.

Die Chance dagegen ist die Einführung einer hybriden Arbeitsweise, die dazu führt, dass man zwar die Möglichkeit hat von zu Hause zu arbeiten, aber auch bei Bedarf einen Schreibtisch im Büro nutzen kann um sich mal wieder persönlich mit dem Kollegen, der Kollegin auszutauschen.  

 

Kreativität

Durch einen mangelnden persönlichen Austausch mit Kollegen/Kolleginnen ist oftmals die Kreativität der Mitarbeitenden nicht ausgeprägt. Ideen zu sammeln und zu finden ist häufig das Resultat spontaner Gespräche oder auch der Eindrücke auf dem Weg zur Arbeit und von der Arbeit nach Hause. Daher ist es sinnvoll, innerhalb hybrider Arbeitsweisen stets weiterhin die Möglichkeit zu haben, Impulse zu erhalten, die eher fernbleiben, arbeitet man ausschließlich in den eigenen vier Wänden.

Flexibilität

Unternehmen, die es ihren Mitarbeitenden ermöglichen, flexibel zu Arbeiten sind in der Regel auch attraktiver für Menschen, die auf der Suche nach einem jungen und dynamischen Unternehmen sind.

Die Möglichkeit zu haben, frei zu entscheiden ob aus dem heimischen Büro oder im Büro vor Ort gearbeitet wird, lässt Mitarbeitende kreativer werden und kann in der Regel auch deren Produktivität steigern.

Eine ausgeglichene Work-Life-Balance sorgt zudem dafür, dass die Mitarbeitenden zufriedener sind und ihrem Unternehmen auch lange Zeit treu bleiben.

Was sind die gängigsten hybriden Arbeitsmodelle?

Bei den hybriden Arbeitsmodellen wird nach dem Arbeitsort und der Arbeitszeit unterschieden:

1. Arbeitsort

  • Office first: Das Arbeiten vor Ort wird bevorzugt, Homeoffice nur ab und zu gestattet
  • Teilflexibel: Der Arbeitsort kann an festgelegten Tagen auch außerhalb des Büros liegen
  • Vollflexibel: Der Arbeitsort ist frei wählbar und kann täglich geändert werden
  • Remote first: Gearbeitet wird vor allem aus dem Homeoffice. Zusammenkünfte im Büro sind eher die Seltenheit.

2. Arbeitszeit

  • Fix: Die Arbeitszeit und die Stundenanzahl ist pro Tag festgelegt
  • Teilflexibel: Die Kernarbeitszeit der Mitarbeiter*innen wird um die Möglichkeit der Gleitzeit erweitert
  • Vollflexibel: Die Mitarbeitenden entscheiden frei über ihre Arbeitszeit

Wie sehen die Vor- und Nachteile vom hybriden Arbeiten aus?

Vorteile Hybrider Arbeit

  • Kostenersparnis, durch geringeren Büroflächenbedarf, dadurch wird auch weniger Energie benötigt, um beispielsweise die Räumlichkeiten zu heizen oder zu kühlen
  • Erhöhung der Flexibilität durch die Möglichkeit von Home-Office und Remote Work
  • Verbesserung der Work-Life-Balance durch den Wegfall von Pendelzeiten zur Arbeit und von der Arbeit nach Hause
  • Mehr Sicherheit während der Corona-Pandemie, da der hybride Arbeitsplatz die Anzahl der vor Ort arbeitenden Mitarbeitenden reduziert und somit ausreichend Abstand geschaffen wird
  • Es können auch Menschen rekrutiert werden, die nicht unbedingt am Arbeitsort wohnen, denn sie haben die Möglichkeit remote ihrer Tätigkeit nachzugehen

Nachteile von Hybrid work

  • Es besteht die Gefahr gesundheitlicher Probleme, da sich die Mitarbeitenden im Home-Office überwacht fühlen können und dadurch länger arbeiten, aus Angst als "faul" angesehen zu werden
  • Nicht jeder Mitarbeitende erkennt die Vorteile von Hybridem Arbeiten für sich und hat kein Interesse an Remote Work
  • Das Arbeiten zu unterschiedlichen Zeiten und von unterschiedlichen Orten kann bei Führungskräften einen erhöhten Koordinationsaufwand erfordern
  • Der fehlende bzw. nur sporadische persönliche Austausch vor Ort im Büro kann sich negativ auf das Teamgefühl auswirken

 

Die Checkliste

Auch in Zukunft wird es für Unternehmen von besonderer Bedeutung sein, die Chancen und Herausforderungen zu erkennen und anzunehmen. Was können Unternehmen also tun, damit ein positiver Nutzen aus der Situation gezogen wird? Eine Checkliste kann dabei helfen.

 

1. Fragen

2. Analyse

3. Planung

4. Einführung

 

Zu 1. BEANTWORTUNG wichtiger Fragen

Überlege Dir, welche der folgenden Punkte bereits erfolgreich in Deinem Unternehmen eingesetzt werden:

Bietet ihr den Mitarbeitenden FLEXDESKS an?

Habt ihr PARKPLÄTZE, die ihr teilt?

Gibt es bei euch MUTELABS?

Habt ihr SENSOREN zur Überwachung und Steuerung der Auslastung und Klimatisierung der Büroräume?

Haben Mitarbeitende die Möglichkeit zu sehen, welcher Kollege/welche Kollegin wann im Büro ist?

Wie sieht es mit FLEXIBLEN ARBEITSMODELLEN aus, die hybride Arbeit ermöglichen?

Verfügt ihr über ein RAUMBUCHUNGSSYSTEM?

Aber warum solltest Du über diese Dinge überhaupt verfügen? Die Antworten findest Du im Folgenden:

Setzt Ihr bereits Flexdesks ein?

Denkt doch einmal darüber nach, dass Ihr durch die Einführung von Flexdesks Kosten einsparen könnt, da ihr z.B. die Möglichkeit habt kleinere Büroflächen anzumieten oder aber durch Flexdesks frei gewordene Flächen für andere Zwecke nutzen könnt 

Verfügt Ihr über geteilte Parkplätze?

Ihr könnt die Mitarbeitendenzufriedenheit positiv beeinflussen, indem Parkplätze nicht einzelnen Personen zugeordnet sind, sondern sie demjenigen zur Verfügung stehen, der Bedarf hat.

Gibt es bei Euch Mutelabs?

Wäre es nicht eine Option den Mitarbeitenden eine ruhige Umgebung zu schaffen, an dem sie die Möglichkeit haben, Telefonate zu führen. So sorgen beispielsweise „Telefonzellen“ im Großraumbüro für eine ungestörte Atmosphäre.

Habt ihr Sensoren zur Überprüfung und Steuerung der Auslastung und Klimatisierung der Büroflächen?

Die Gesundheit und das Wohlbefinden eurer Belegschaft ist Euch wichtig? Denkt doch drüber nach, Sensoren einzusetzen, die die Auslastung der Büroflächen überprüfen und melden, wenn sich zu viele Menschen im Büro befinden.

Das hat nicht nur den Vorteil die Mitarbeitenden durch zu enge Kontakte vor Krankheiten zu schützen, sondern auch die Klimatisierung der Büroräume optimal einzustellen und bei Bedarf Gegenmaßnahmen wie beispielsweise ein Lüften der Räume durchzuführen, um das Raumklima zu verbessern. Gerade in Zeiten von Corona ist dies von besonderer Bedeutung.

Haben Eure Mitarbeitenden die Möglichkeit zu sehen, welcher Kollege/welche Kollegin wann im Büro ist?

Durch die Corona Pandemie und die damit verbundene Home-Office-Verpflichtung sehnen sich nun viele Mitarbeiter*innen wieder nach einem persönlichen Kontakt und Austausch mit dem/der Lieblingskollege*in. Auf einfachem Wege herauszufinden, ob der Kollege/die Kollegin im Büro oder zu Hause arbeitet, bietet einen echten Mehrwert für die Mitarbeitenden. 

Wie sieht es mit Flexiblen Arbeitsmodellen aus?

Denkt doch einmal darüber nach, euren Mitarbeitenden die Möglichkeit zu geben, frei zu entscheiden, ob sie von zu Hause oder aus dem Büro vor Ort arbeiten möchten. Auf diese Weise tragt ihr als Unternehmen auch zum Umweltschutz bei, da nicht mehr jeden Tag das Büro aufgesucht werden muss und eure Mitarbeitenden ihr Auto auch mal stehen lassen können. 

Verfügt Ihr bereits über ein Raumbuchungssystem?

Wenn nicht mehr jeder Deiner Mitarbeitenden über einen eigenen Tisch im Büro verfügt, ist es besonders wichtig, dass Arbeitsplätze- und Zeiten gut organisiert sind. Excel Listen, in die die Buchung eines Arbeitsplatzes eingetragen werden kann, bieten Euch zwar eine gewisse Kostenersparnis, sie werden jedoch auch leicht unübersichtlich. Deshalb kommt optimalerweise ein entsprechendes Raumbuchungssystem zum Einsatz. Dieses ermöglicht Deinen Mitarbeitenden einfach und unkompliziert einen Tisch zu buchen und sich somit die lästige Suche nach einem freien Schreibtisch vor Ort im Büro zu sparen.

 

Zu 2. ANALYSE

Nach Beantwortung der Fragen unter Punkt 1 weißt du nun, welche Bereiche bereits abgedeckt werden.  Mache Dir jetzt Gedanken darüber, warum Du gewisse Dinge bereits einsetzt und warum andere Dinge in Deinem Unternehmen noch nicht eingesetzt werden und ob es nicht sinnvoll wäre, diese ins System zu implementieren.

 

Zu 3. PLANUNG

Plane als nächstes, welche Dinge eingeführt werden sollten, damit Dein Unternehmenserfolg weiterhin gesichert ist. Spreche Dich hierzu auch gerne innerhalb der entsprechenden Teams ab. So haben die Mitarbeitenden das Gefühl, sie werden in den Prozess mit eingebunden und dass ihre Meinung wichtig ist. Auf diese Weise kann auch gleichzeitig das WIR-Gefühl gesteigert und die Mitarbeitendenzufriedenheit positiv beeinflusst werden.

 

Zu 4. EINFÜHRUNG

Alle fehlenden Punkte gleichzeitig einzuführen ist nicht sinnvoll. Daher ist es wichtig, einen Zeitplan zu erstellen, welches Thema zu welchem Zeitpunkt implementiert werden sollte. Auch die Entscheidung, welcher Mitarbeitende mit der Begleitung der Einführung betraut werden soll, ist zu treffen. Nur so kann im Rahmen von Hybriden Arbeitsmodellen ein Unternehmen Erfolge feiern.

Fazit

Die Arbeitswelt von Morgen braucht neuartige Modelle die dabei helfen, Orte, Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sowie Prozesse miteinander in Einklang zu bringen.

Hybride Arbeitsmodelle werden demzufolge angestrebt, bei denen es zu einer Kombination aus mobilem und bürobasiertem Arbeiten kommt und Arbeitgeber die Entscheidung ihren Mitarbeiter*innen überlassen, zu welcher Zeit und von welchem Ort aus sie arbeiten möchten. So kann jede/r Mitarbeitende selbst entscheiden, ob die Arbeit im Homeoffice oder die Arbeit im Büro forciert wird und wie die Arbeitszeit gestaltet wird.

Die Präsenzkultur hat somit im Büro-Alltag ausgedient. In dieser modernen Unternehmenskultur stehen die Arbeitnehmer*innen im Fokus.

Fotos: unsplash.com

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